Birne - Die süsse Jungfer

11.10.2017

Birne - Die süsse Jungfer

Im Normalfall benötigen Früchte mehrere Kernen um sich schön gleichmässig zu entwickeln. Die Kernen senden ein Hormon aus, der das Wachstum des Fruchtknotens anregt. Fehlt dieser Stoff, entwickelt sich keine Frucht aus der Blüte.

Bei der Birne ist unter besonderen Umständen jedoch auch eine Entwicklung ohne Kernen möglich. Dies nennt sich Jungfernfrüchtigkeit, oder Parthenokarpie in den Fachkreisen.

Die Natur findet einen Weg

Das entstehen der Jungfernfrüchte ist ein natürlicher Vorgang, der dieses Jahr besonders oft anzutreffen ist. Der Grund dafür ist der starke Frühjahresfrost. Die kalten Temperaturen haben vielerorts die Samenanlagen geschädigt. Bleibt der Fruchtknoten trotzdem intakt, können sich daraus Jungfernfrüchte bilden. Die nötigen Wachstumshormone werden dann nicht von den Kernen, sondern vom beschädigten Fruchtblatt produziert.

Süss und schmelzend

Parthenokarpe Birnen sind problemlos essbar und unterscheiden sich geschmacklich nicht von normal entwickelten Früchten. Sie können noch immer durch ihre Süsse überzeugen und schmelzen auf der Zunge. In der Form unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Kernlose Birnen sind walzenförmig und besitzen nicht ihre bekannte Birnenform.

Obstprodukte


Weitere Artikel