Birnel: vielseitig einsetzbar

16.11.2016

Birnel: vielseitig einsetzbar

Birnendicksaft oder Birnel wie ihn der Volksmund nennt wird aus Mostbirnen hergestellt. In Konsistenz und Farbe gleicht der Dicksaft dem Waldhonig. Als hundertprozentiges Naturprodukt ohne Konservierungsstoffe ist Birnel praktisch unbeschränkt haltbar.

Von der Geburtsstunde des Birnendicksaftes

Die Ursprünge von Birnel reichen weit zurück ins mittlere 17. Jahrhundert. Aufgrund der gestiegenen Preise für Rohrzucker nach dem Dreissigjährigen Krieg suchten Bäuerinnen nach einem Zuckerersatz. Sie entsafteten und kochten Birnen zu dickflüssiger Latwerge ein – die Geburtsstunde des heutigen Birnels.

Kreativer und vielseitiger Einsatz

Birnel ist vielseitig einsetzbar. Birnel eignet sich sehr gut als Ersatz für raffinierten Zucker. Denn im Gegensatz zum geschmacksneutralen Kristallzucker enthält Birnel natürliche Geschmackstoffe aus der Birne. Das naturnahe Produkt gibt dem Gebäck oder der Speise das Tüpfchen auf dem i. Dem Birchermüesli oder dem Kompott verleiht der Dicksaft das gewisse Etwas und intensiviert den fruchtigen Geschmack von Obstkuchen und –desserts. Auch als Brotaufstrich oder zum Süssen von Tee wird Birnel gerne verwendet.

Gut für die Natur und Landschaftsbild

Birnel wird zu 100 Prozent aus Schweizer Mostbirnen gewonnen, die auf Hochstammbäumen wachsen. Die Hochstammbäume sind gefährdet, weil sie nicht mehr rentabel bewirtschaftet werden können. Sie sind aber ein wichtiger Lebensraum für unzählige Vögel und Insekten. Zudem sind Hochstammbäume markante Wahrzeichen und tragen zum schönen Landschaftsbild bei. Mit dem Kauf von Birnel wird zum Schutz von Natur und Erhalt des Landschaftsbildes beigetragen.

Bio-Birnenhonig ist in guten Reformhäusern, Drittwelt- und Bioläden, bei der Winterhilfe, bei Coop und der Mosterei E. Brunner aus Steinmaur erhältlich (brunnermosterei.ch).

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