Die Apfelernte hat begonnen

23.08.2017

Die Apfelernte hat begonnen

Weltweit gibt es rund 20 000 Apfelsorten. Das ist eine beeindruckende Zahl. Jedoch wird nur ein Bruchteil dieser Sorten wirklich im grösseren Stil angebaut. Dies hat viel mit dem Geschmack, der Sorte und der Beliebtheit am Markt zu tun. Natürlich entscheidet ein Produzent auch aufgrund der Voraussetzungen und Erfahrungen seines Betriebes welche Sorten er anbaut. Doch wann sind überhaupt die verschiedenen Apfelsorten erhältlich? Der Saisonkalender des SOV gibt darüber Auskunft.

Die Apfelsorten werden in drei verschiedene Kategorien eingeteilt. Sie beschreiben den Verwendungszeitpunkt der Frucht. Frühsorten sind nicht nur als erste reif, sie können auch nicht sehr lange gelagert werden und müssen «früh» verkauft und gegessen werden. Ab Juli bis Mitte August werden sie gepflückt und sie sind bis etwa Ende Herbst im Kühllager haltbar.
Herbstsorten können länger aufbewahrt werden als Frühsorten und sind im Kühllager bis etwa im Februar oder März haltbar. Zu ihnen gehören beliebte Sorten wie Elstar, Cox Orange oder Rubinette.
Die dritte Kategorie sind die Lagersorten. Sie können im Kühllager sehr lange aufbewahrt werden, ohne zu verderben. Zu ihnen gehören die meistverkauften Apfelsorten der Schweiz, wie z.B. die Sorten Gala, Golden Delicious oder Braeburn.

So hält sich der Apfel im Keller

Auch zuhause sollten Äpfel an einem kühlen Ort gelagert werden. Dafür eignet sich der Keller, denn der ist kühl und die Temperatur schwankt nur sehr wenig. Für die Apfellagerung ist auch eine hohe Luftfeuchtigkeit wichtig. Ideal ist eine Styroporbox. Diese isoliert die Früchte gegen Temperaturschwankungen und verhindert den Sauerstoffaustausch mit der Umgebung. Dadurch kann die Lagerdauer der Früchte erhöht werden. Ausserdem ist es wichtig, dass die Früchte keine Schäden aufweisen. Angeschlagene Stellen oder Flecken neigen zum Faulen.

Kalt bleibt der Apfel frisch

Um die geernteten Äpfel über das ganze Jahr verfügbar zu halten, reicht die Lagerung in einem Keller nicht aus. Die Früchte werden in grossen Kühllagern bei Temperaturen knapp über der Nullgrad-Grenze aufbewahrt. Um die Lagerung zu verlängern, wird im Raum eine künstliche Atmosphäre aufgebaut. Diese enthält nur sehr wenig Sauerstoff, damit die Atmung der Früchte minimiert und die Nachreifung verzögert wird. Zudem wird in einem Apfellager die Luftfeuchtigkeit bei 98% gehalten, um den Wasserverlust während der Lagerung zu minimieren.

Mein Apfel hat Falten!

Lässt man frische Äpfel eine längere Zeit liegen wird die Haut «schrumpelig», die Frucht wird unansehnlich und lädt nicht mehr zum Reinbeissen ein. Dies heisst nicht etwa, dass die Frucht ungeniessbar ist. Der Grund für die faltige Haut liegt in der unsachgemässen Lagerung. Werden die Früchte bei einer tiefen Luftfeuchtigkeit gelagert, verlieren sie Wasser. Dadurch verliert der Apfel an Spannkraft und die Haut wird faltig.
Manche Apfelsorten bilden auf der Fruchthaut eine Wachsschicht. Dieser ölige Überzug wird von der Frucht während der Reife gebildet und schützt den Apfel vor dem Austrocknen. Dieser Schutz ist dafür verantwortlich, dass die Frucht nicht faltig wird und kann ohne Bedenken verzehrt werden.

Obstprodukte


Weitere Artikel