Spätsommerträume in Blau

29.08.2017

Spätsommerträume in Blau

Die saftigen Schweizer Zwetschgen lassen sich Zeit und reifen den ganzen Sommer über am Baum heran bis zur Zwetschgensaison zwischen Juli und September. Mit ihrer länglich ovalen Form, der dunkelblauen Farbe und dem hellen Reif laden sie jedermann zum Naschen ein. Der Pro-Kopf Konsum liegt bei 1.5 kg Zwetschgen.

Ein ganz besonderer Duft

Die Zwetschge bildet während der Reife am Baum einen hellen Reif aus. Dieser Reif, auch Duft genannt, ist ein natürlicher Schutz, der die Zwetschge vor dem Austrocknen schützt. Ist er noch intakt, zeugt das von einer schonenden Handhabung der Früchte. Dieser wachsartige Duft ist nicht giftig und kann bedenkenlos verzehrt werden. Mit etwas Wasser kann er problemlos abgewaschen werden. Wer die Zwetschgen jedoch ein paar Tage Lagern möchte, sollte den Duft nicht entfernen, da ansonsten die Früchte schnell an Wasser verlieren.

Zwetschgen mögen es kalt

Wie bereits erwähnt dürfen Zwetschgen erst kurz vor dem Verzehr gewaschen werden, sodass sie die natürliche Schutzschicht behalten. Die Zwetschge sollten sie im Kühlschrank aufbewahren. So können sie im besten Fall bis zu zwei Wochen aufbewahrt werden. Ein altes Hausmittel besagt zudem, dass Steinfrüchte in einer Chromstahlschüssel besonders lange haltbar sind. Dies ist jedoch nur mit unversehrten Zwetschgen möglich. Weisen die Früchte Beulen oder andere Verletzungen auf, sollte sie so schnell wie möglich gegessen werden. Ohne Kühlung sind Zwetschgen nur 2 bis 4 Tage haltbar. Härtere Zwetschgen können bei Zimmertemperatur noch ein klein wenig Nachreifen. Da dies jedoch nur im begrenzten Masse möglich ist, empfiehlt es sich, reife Früchte zu kaufen.

Gesunde Energiespenderin

Schweizer Zwetschgen sind ein idealer Energiespender für zwischendurch. Sie sind sehr fettarm und besitzen fast keine Proteine. 100 Gramm Zwetschge enthalten nur gerade 45-50 kcal in Form von natürlichem Fruchtzucker. Die Zwetschge ist eine Spenderin von Vitamin B, Vitamin C sowie von Vitamin E. Zudem enthält die Zwetschge viel Kalium. Dieses ist für die Übertragung von Impulsen an Muskel- und Nervenzellen unerlässlich. Die Zwetschge erhält somit Körper und Geist fit.

Die Schöne und die Fruchtbare

Über die Herkunft der Zwetschge ist nicht viel bekannt, sie ist heutzutage jedoch überall dort anzutreffen, wo ein gemässigtes Klima herrscht. Ihr Ursprung wird jedoch im asiatischen Raum vermutet. Mit den Griechen und später den Römern gelangte die Frucht schlussendlich nach Europa. Die Zwetschge zählt heute rund 2000 verschiedene Sorten. Die wichtigste in der Schweiz ist die beliebte Fellenberg-Zwetschge. Weitere wichtige Sorten sind Cacaks Schöne, Cacaks Fruchtbare, Hanita oder Elena. In der Schweiz wird im Detailhandel kaum nach Sortennamen unterschieden, einzig die Fellenberg Zwetschge wird unter ihrem Namen verkauft. Im europäischen Raum gehören Deutschland und Rumänien zu den wichtigsten Anbaugebieten. Weltweit spielt die Schweiz nur eine geringe Rolle mit einer Gesamtproduktion von rund 3000 Tonnen pro Jahr und einer Produktionsfläche von rund 300 ha.

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