Zwetschgenlagerung leicht gemacht

17.08.2017

Zwetschgenlagerung leicht gemacht

Die saftigen Schweizer Zwetschgen lassen sich Zeit und reifen den ganzen Sommer über am Baum heran bis zur ihrer Saison zwischen Juli und September. Mit der länglich ovalen Form, der dunkelblauen Farbe und dem hellen Reif, auch Duft genannt, laden sie jedermann zum Naschen ein. Der Pro-Kopf Konsum liegt bei 1.5 kg.

Ein ganz besonderer Duft
Die Zwetschge bildet während der Reife am Baum einen hellen Belag. Dieser Reif, auch Duft genannt, ist ein natürlicher Schutz, der die Zwetschge vor dem Austrocknen schützt. Ist er noch intakt, zeugt das von einem schonenden Umgang mit den Früchten. Dieser wachsartige Duft ist nicht giftig und kann bedenkenlos verzehrt, aber auch mit etwas Wasser problemlos abgewaschen werden. Wer die Zwetschgen jedoch ein paar Tage lagern möchte, sollte den Duft nicht entfernen, da die Früchte sonst schnell an Wasser verlieren.

Zwetschgen mögen es kalt
Wie bereits erwähnt dürfen Zwetschgen erst kurz vor dem Verzehr gewaschen werden, so dass sie die natürliche Schutzschicht behalten. Zwetschgen sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden, denn so sind sie im besten Fall bis zu zwei Wochen haltbar. Ein altes Hausmittel besagt zudem, dass Steinfrüchte in einer Chromstahlschüssel besonders lange frisch bleiben. Dies ist jedoch nur mit unversehrten Zwetschgen möglich. Weisen die Früchte Beulen oder andere Verletzungen auf, sollte sie so schnell wie möglich gegessen werden. Ohne Kühlung sind Zwetschgen nur 2 bis 4 Tage haltbar. Härtere Zwetschgen können bei Zimmertemperatur noch ein klein wenig nachreifen. Da dies jedoch nur im begrenzten Masse möglich ist, empfiehlt es sich reife Früchte zu kaufen.

Gesunde Energiespenderin

Schweizer Zwetschgen sind ein idealer Energiespender für zwischendurch. Sie sind fettarm und 100 Gramm enthalten nur gerade 45-50 kcal. Die Zwetschge ist eine Spenderin von Vitamin B, Vitamin C sowie von Vitamin E. Zudem enthält sie viel Kalium. Dieses ist für die Übertragung von Impulsen an Muskel- und Nervenzellen unerlässlich. Die Zwetschge hält somit Körper und Geist fit.

Die Schöne und die Fruchtbare

Über die Herkunft der Zwetschge ist nicht viel bekannt, sie ist heutzutage jedoch überall dort anzutreffen, wo ein gemässigtes Klima herrscht. Ihr Ursprung wird im asiatischen Raum vermutet. Mit den Griechen und später den Römern gelangte die Frucht schlussendlich nach Europa. Die Zwetschge zählt heute rund 2000 verschiedene Sorten. Die wichtigste in der Schweiz ist die beliebte Fellenberg-Zwetschge. Weitere wichtige Sorten sind Cacaks Schöne, Cacaks Fruchtbare, Hanita oder Elena. In der Schweiz wird im Detailhandel kaum nach Sortennamen unterschieden, einzig die Fellenberg Zwetschge wird unter ihrem Namen verkauft. Im europäischen Raum gehören Deutschland und Rumänien zu den wichtigsten Anbaugebieten. Weltweit spielt die Schweiz nur eine geringe Rolle mit einer Gesamtproduktion von ca. 3000 Tonnen pro Jahr und einer Produktionsfläche von rund 300 ha.

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