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Obstkonserven.

Konserven sind durch Hitzebehandlung keimfrei gemachte Früchte in luftdicht verschlossenen Verpackungen. Obst wird heute erntefrisch zur Konserve verarbeitet, so dass der Vitamingehalt erhalten bleibt. Durch die Sterilisation werden die Früchte gar gekocht, so dass sie bei Gebrauch nur noch zu erwärmen sind.


Apfelwein.

Apfelwein entsteht durch Vergären des Apfelsaftes. Durch die Zugabe von Reinhefe wird der Fruchtzucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Es wird zwischen nicht ganz durchgegorenem und vollständig vergorenem, zwischen trübem und sortenreinem Apfelwein (aus ausgewählten Sorten wie Blauacher, Sauergrauech, Weinapfel, Tobiässler usw.) unterschieden. Je nach Grad der Vergärung enthält er zwischen 4 und 6 % Alkohol. Ein spezielles Verfahren kann dem Apfelwein den Alkohol wieder entziehen. Durchschnittlich trinken die Schweizer pro Kopf und Jahr gut 5 l Apfelwein.


Trockenfrüchte.

Aus reifen, gereinigten, ganzen oder zerteilten Früchten wird durch Trocknen an der Luft oder in Trocknungsanlagen Dörrobst gemacht. Durch den Wasserentzug steigt der Zuckergehalt auf 60 bis 70 % an. In der Schweiz sind 95 % des Dörrobstes Birnen.  


Obstessig.

Aus Obstwein (siehe Apfelwein) und nicht direkt aus Obstsaft wird der Essig gewonnen. Die Herstellung erfolgt mit Hilfe von Essigbakterien, die unter Lufteinfluss den Alkohol zu Essigsäure vergären. Der so produzierte Obstessig wird filtriert, zur Aromabildung einige Wochen gegart und vor dem Abfüllen mit Wasser auf den gewünschten Essigsäuregehalt verdünnt.


Birnendicksaft.

Ein reiner, konzentrierter Birnensaft, der als Brotaufstrich oder anstelle von Zucker als gesunder, natürlicher Süssstoff verwendet wird. Birnendicksaft ist in den meisten Lebensmittelgeschäften unter der Bezeichnung «Birnel» erhältlich.


Konzentrat.

Als Konzentrat wird eingedickter Apfelsaft mit einem Zuckergehalt zwischen 66 und 71 Brix bezeichnet. Da mehr Mostobst produziert als gebraucht wird (Apfelsaft, Apfelwein, Schnaps, Essig usw.), wird der Überschuss als Konzentrat exportiert. Für die Herstellung von Apfelsaft wird neben Konzentrat ebenfalls Saft ab Presse verwendet.


Pektin.

Aus Apfeltrester (Abfallprodukte der Saftgewinnung) wird Pektin gewonnen. Die Extrakte werden entweder zu flüssigen Pektinpräparaten konzentriert oder mittels Sprüh- und Walzentrocknung zu Pulver verarbeitet. Pektin wird zu den Nahrungsfasern (Ballaststoffen) gezählt und ist für den Menschen weitgehend unverdaulich. Aufgrund seiner gelbbildenden Eigenschaft wird Pektin für die Herstellung von Konfitüren und Gelees eingesetzt. Auch bei der Stabilisierung von Getränken und Eiscreme wird Pektin eingesetzt. Pektin wird als Zusatzstoff (Gelier- und Verdickungsmittel) mit der E-Nummer 440 deklariert.


Obsttrester.

Obsttrester ist ein Abfallprodukt der Saftherstellung. Aus dem Trester lässt sich Pektin gewinnen. Ein Grossteil des in der Schweiz anfallenden Obsttresters wird getrocknet und als Viehfutter verwendet.
 

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