Seit geraumer Zeit werden nicht nur gute, schmackhafte und schöne Sorten gesucht, sondern vor allem auch solche, die gegen Schorf und Mehltau resistent sind. Durch geschickte Kreuzungen von resistenten mit beliebten Sorten versuchen die Züchter, die Vorteile zu kombinieren und die Nachteile zu eliminieren. Bis eine neue Sorte aber auf den Markt kommt, dauert es rund 20 Jahre.
Auch wenn aufgrund neuzeitlicher Anbaumethoden viele früheren Apfelsorten verschwunden sind, ist die Auswahl reichhaltig. Immer mal wieder kommt eine attraktive Neuzüchtung hinzu. Von den zehn meistgegessenen Apfelsorten der Schweiz zählen noch vier zu den «alten» Sorten: Gravensteiner, Boskoop, Cox Orange und natürlich der Golden Delicious, der vor über 100 Jahren als Zufallssämling in einem Obstgarten in den USA gefunden wurde. Jeder dritte Schweizer Apfel ist ein Golden Delicious und ist seit Jahren der ungeschlagene Spitzenreiter in der Apfelhitparade.
Zu den wichtigsten neueren Anbausorten gehören u.a. Maigold, Idared, Gala, Elstar und Rubinette. Eine vielversprechende resistente Neuzüchtung ist beispielsweise die Sorte Topaz. Weil sie resistent gegen verschiedene Krankheiten (z.B. Schorf) ist, eignet sie sich besonders für die biologische Produktion.
Apfelsorten werden in drei Kategorien unterteilt:
- Frühsorten (Klarapfel, Gravensteiner, Primerouge, Summerred)
- Herbstsorten (Cox Orange, Elstar, Kidds Orange, Rubinette)
- Lagersorten (Boskoop, Braeburn, Elstar, Gala, Golden Delicious, Idared, Jonagold, Maigold)
Das Sorten-ABC
Apfelsorten Plakat



