Die kleine Feine.
Herr und Frau Schweizer lieben die dunkle Verführung: Knapp 1 kg Kirschen werden pro Kopf und Jahr gegessen. Die Kirsche ist damit zusammen mit der Zwetschge und Aprikose auf Platz drei der einheimischen Fruchthitparade.
Jede zweite Kirsche stammt aus der Nordwestschweiz, dem Chriesigebiet der Schweiz. Kirschen werden frisch gegessen, als Schnaps genossen oder für Konserven verwendet.
Die Kirsche ist eine typische Frucht für den Familienbetrieb: Die Handarbeit macht 70 % der Produktionskosten aus (allein die Ernte über 50 %). Die Kirschenproduktion ist von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich, da diese Frucht sehr witterungsempfindlich ist.
Um mit grossfruchtigen, festen Tafelkirschensorten eine gute Qualität zu erreichen, werden in den meisten neuen Anlagen die Kirschen vor dem Regen geschützt. Drei bis vier Wochen vor Erntebeginn werden die Baumreihen mit Plastikfolien abgedeckt. Die Kirschen werden dadurch nicht nass, platzen nicht und faulen weniger. Gut die Hälfte der Kirschen – vor allem von den Hochstamm-Kirschbäumen – wird zu Kirsch weiterverarbeitet.
Kirschenanbau in der Schweiz:
Anbaufläche: 448 ha
Jahresproduktion: rund 3100 t
Pro-Kopf-Konsum: 0.9 kg pro Jahr
Geschichte.
Die Süsskirsche (prunus avium) stammt von der heute sehr seltenen, ursprünglich in ganz Europa vorkommenden Vogelkirsche ab. Die Urheimat der Sauerkirsche (Prunus cerasus) ist Vorderasien, von wo sie durch die Römer nach Europa eingeführt wurde. Die Heimat der Tafelkirsche liegt am Schwarzen Meer. Es war die Süsskirsche, die der dortigen Stadt Kerasos den Namen gab. Der römische Feldherr Lucullus – ein Feinschmecker! – entdeckte diese edle, süsse Steinfrucht im Jahr 62 v.Chr. und brachte einige Kirschbäumchen nach Rom. Aufgrund der Herkunft wurde die Kirsche von den Römern cerasum genannt. Um 1470 wurde im deutschen Sprachbereich von Kirsch gesprochen; in oberrheinischen und schweizerischen Landen bildete sich das Wort Chriesi.
Die Kirsche ist eine typische Frucht für den Familienbetrieb: Die Handarbeit macht 70 % der Produktionskosten aus (allein die Ernte über 50 %). Die Kirschenproduktion ist von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich, da diese Frucht sehr witterungsempfindlich ist.
Um mit grossfruchtigen, festen Tafelkirschensorten eine gute Qualität zu erreichen, werden in den meisten neuen Anlagen die Kirschen vor dem Regen geschützt. Drei bis vier Wochen vor Erntebeginn werden die Baumreihen mit Plastikfolien abgedeckt. Die Kirschen werden dadurch nicht nass, platzen nicht und faulen weniger. Gut die Hälfte der Kirschen – vor allem von den Hochstamm-Kirschbäumen – wird zu Kirsch weiterverarbeitet.
Kirschenanbau in der Schweiz:
Anbaufläche: 448 ha
Jahresproduktion: rund 3100 t
Pro-Kopf-Konsum: 0.9 kg pro Jahr
Geschichte.
Die Süsskirsche (prunus avium) stammt von der heute sehr seltenen, ursprünglich in ganz Europa vorkommenden Vogelkirsche ab. Die Urheimat der Sauerkirsche (Prunus cerasus) ist Vorderasien, von wo sie durch die Römer nach Europa eingeführt wurde. Die Heimat der Tafelkirsche liegt am Schwarzen Meer. Es war die Süsskirsche, die der dortigen Stadt Kerasos den Namen gab. Der römische Feldherr Lucullus – ein Feinschmecker! – entdeckte diese edle, süsse Steinfrucht im Jahr 62 v.Chr. und brachte einige Kirschbäumchen nach Rom. Aufgrund der Herkunft wurde die Kirsche von den Römern cerasum genannt. Um 1470 wurde im deutschen Sprachbereich von Kirsch gesprochen; in oberrheinischen und schweizerischen Landen bildete sich das Wort Chriesi.


