Der heimliche Liebling.
Zwetschgen erleben zurzeit wieder eine Blütezeit. Während Pflaumen, Mirabellen und Reineclauden mit ihrem weichen Fleisch vor allem für die Selbstversorgung, den Direktverkauf oder die lokale Vermarktung angebaut werden, eignen sich die Zwetschgen mit ihrem festeren Fleisch besser für den Transport und damit für die Belieferung des Grosshandels.
In der Früchteversorgung füllen sie die Lücke zwischen Kirschen und Kernobst. Der Konsum von Zwetschgen beträgt 1.2 kg im Jahr. Neben dem Frischverzehr werden die Zwetschgen auch gebrannt und finden Verwendung in der Industrie.
Auf den rund 327 ha Zwetschgenkulturen werden vorwiegend Niederstammanlagen mit neuen, grossfruchtige Sorten angebaut.
Das Qualitätssicherungssystem «QS 33» garantiert die Qualität und Verfügbarkeit der Nordwestschweizer Tafelzwetschgen.
Am beliebtesten ist die Fellenberg Zwetschge. Sie wird hauptsächlich im Waadtland sowie in der Ostschweiz angebaut und stammt nach wie vor meistens von Hochstamm-Zwetschgenbäumen.
Zwetschgenanbau in der Schweiz:
Anbaufläche: 327 ha
Jahresproduktion: rund 2400 t
Pro-Kopf-Konsum: 1.2 kg pro Jahr
Geschichte.
Ist es der uralte legendäre Ruf des Zwetschgenbaums als Glücksbringer und Gesundbaum, der dem Zwetschgenkuchen seinen Stammplatz auf dem Festmenü des Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettags verdankt? Dass die Zwetschgen eine Wohltat sind, darüber waren sich bereits die alten Ägypter einig: Gedörrte Zwetschgen befanden sich bereits im Grab des Kha, eines berühmten Architekten der Hauptstadt Theben. Auch die mittelalterlichen Kreuzfahrer, die 1148 nach einer verlorenen Schlacht unverrichteter Dinge aus Damaskus zurückkehrten, trösteten sich damit, wenigstens eine neue schmackhafte Zwetschgensorte heimzubringen. «Il se sont battus pour des prunes», sagte der Volksmund, sie haben sich um Zwetschgen geschlagen. Über die Herkunft und Systematik der Zwetschgen und Pflaumen sind nur wenige und unsichere Angaben vorhanden.
In unseren Obstbaugebieten spielt die «Prunus Domestica'1c» die grösste Rolle. Zu ihr gehören unsere wichtigsten Zwetschgen- und Pflaumensorten, aber auch die Mirabellen (ssp. syriaca) und Reineclauden (ssp. italica). Zwischen Zwetschgen und Pflaumen klar zu unterscheiden ist nicht immer möglich, denn es gibt zahlreiche Übergänge. Wohl die bedeutendsten Unterschiede liegen in den Fruchteigenschaften. Zwetschgen sind von länglicher Form, festfleischig und süss. Sie lassen sich gut kochen. Die runden, eher weichen Pflaumen dagegen, zerfallen beim Kochen leicht und werden sauer. Die Mirabelle soll im 15. Jahrhundert aus Westasien nach Frankreich importiert worden sein. Bei den Reineclauden handelt es sich um eine sehr alte Sortengruppe, die wahrscheinlich aus Armenien nach Europa gelangte.
Auf den rund 327 ha Zwetschgenkulturen werden vorwiegend Niederstammanlagen mit neuen, grossfruchtige Sorten angebaut.
Das Qualitätssicherungssystem «QS 33» garantiert die Qualität und Verfügbarkeit der Nordwestschweizer Tafelzwetschgen.
Am beliebtesten ist die Fellenberg Zwetschge. Sie wird hauptsächlich im Waadtland sowie in der Ostschweiz angebaut und stammt nach wie vor meistens von Hochstamm-Zwetschgenbäumen.
Zwetschgenanbau in der Schweiz:
Anbaufläche: 327 ha
Jahresproduktion: rund 2400 t
Pro-Kopf-Konsum: 1.2 kg pro Jahr
Geschichte.
Ist es der uralte legendäre Ruf des Zwetschgenbaums als Glücksbringer und Gesundbaum, der dem Zwetschgenkuchen seinen Stammplatz auf dem Festmenü des Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettags verdankt? Dass die Zwetschgen eine Wohltat sind, darüber waren sich bereits die alten Ägypter einig: Gedörrte Zwetschgen befanden sich bereits im Grab des Kha, eines berühmten Architekten der Hauptstadt Theben. Auch die mittelalterlichen Kreuzfahrer, die 1148 nach einer verlorenen Schlacht unverrichteter Dinge aus Damaskus zurückkehrten, trösteten sich damit, wenigstens eine neue schmackhafte Zwetschgensorte heimzubringen. «Il se sont battus pour des prunes», sagte der Volksmund, sie haben sich um Zwetschgen geschlagen. Über die Herkunft und Systematik der Zwetschgen und Pflaumen sind nur wenige und unsichere Angaben vorhanden.
In unseren Obstbaugebieten spielt die «Prunus Domestica'1c» die grösste Rolle. Zu ihr gehören unsere wichtigsten Zwetschgen- und Pflaumensorten, aber auch die Mirabellen (ssp. syriaca) und Reineclauden (ssp. italica). Zwischen Zwetschgen und Pflaumen klar zu unterscheiden ist nicht immer möglich, denn es gibt zahlreiche Übergänge. Wohl die bedeutendsten Unterschiede liegen in den Fruchteigenschaften. Zwetschgen sind von länglicher Form, festfleischig und süss. Sie lassen sich gut kochen. Die runden, eher weichen Pflaumen dagegen, zerfallen beim Kochen leicht und werden sauer. Die Mirabelle soll im 15. Jahrhundert aus Westasien nach Frankreich importiert worden sein. Bei den Reineclauden handelt es sich um eine sehr alte Sortengruppe, die wahrscheinlich aus Armenien nach Europa gelangte.



