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Kleine aber feine Sortenvielfalt.
Lange Zeit wurde der schweizerische Zwetschgenanbau von wenigen Sorten dominiert: Zimmers, Bühler, Fellenberg und Hauszwetschge. In den letzten Jahren sind aber einige neue, grossfruchtige Sorten dazugekommen. Dazu gehören: Cacaks Schöne, Hanita und Elena.


Traditionelle Sorten


Zimmers
Herkunft: Zufallssämling, um 1900 im Garten von Leonhard Zimmer in Lauf bei Bühl, Deutschland, gefunden.
Frucht: Dunkelblau, mittelgross. Fleisch grünlichgelb bis gelborange, mittelfest, saftig, säuerlich-süss, mit angenehmem Aroma. Gut bis sehr gut steinlöslich.
Reifezeit: Gegen Mitte August, gleichmässig.
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Bühler-Zwetschge
Herkunft: Um 1840 bei Bühl in Baden, Deutschland, als Zufallssämling gefunden, um 1890 stark verbreitet.
Frucht: Dunkelblau, klein bis mittel. Fleisch grüngelb, mittelfest bis fest, saftig, süss-säuerlich und angenehm gewürzt, bei knapper Reife fad. Der Stein lässt sich nicht sehr gut vom Fruchtfleisch lösen.
Reifezeit: Gegen Ende August bis Anfang September.
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Fellenberg
Herkunft: Soll um 1800 in der Lombardei entstanden sein. Durch einen Herrn Fellenberg aus der Schweiz nach Deutschland gebracht. Heute in ganz Europa verbreitet.
Frucht: Dunkelblau, mit zahlreichen feinen Rostpunkten und Risschen, mittel bis gross. Fleisch grünlichgelb bis goldgelb, fest, saftig, säuerlich-süss, kräftig und angenehm aromatisch. Gut steinlöslich.
Reifezeit: Mitte September.
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Hauszwetschge
Herkunft: Sehr alte Sorte, vermutlich aus Asien stammend. Soll schon den Römern bekannt gewesen sein. In ganz Mitteleuropa sind zahlreiche verschiedene Typen vorhanden.
Frucht: Blaurot bis blauschwarz, mit feinen hellen Punkten, um die Stielgrube feine Risschen. Fleisch orangegelb, sehr fest, ziemlich saftig, süss-säuerlich, leicht herb, kräftig aromatisch. Gut steinlöslich. Fleisch bleibt beim Kochen fest.
Reifezeit: Je nach Typ Mitte September bis Anfang Oktober.
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Grosse grüne Reineclaude (auch Reineclaude Verte, Abricot Vert, Green Gage oder Zuckerpflaume genannt)
Herkunft: Sehr alte Sorte, vermutlich von Armenien stammend. Nach der Frau von François I. «Reine Claude» benannt. Wird in Frankreich seit Ende des 15. Jahrhunderts angebaut. Zahlreiche Formen dieser Sorte sind bekannt.
Frucht: Kugelig bis flachkugelig. Haut grün, hellt goldbraun auf, stark bereift, sonnenseits teils rötlich verwaschen, oft mit netzigen Rostspuren. Haut ist abziehbar, aber brüchig. Fleisch grünlichgelb, mittelfest bis weich, saftig, sehr süss und kräftig gewürzt.
Reifezeit: Anfang September, kurz vor der Mirabelle von Nancy.
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Mirabelle von Nancy
Herkunft: Aus Asien via Frankreich in Europa verbreitet. Soll im 15. Jahrhundert durch König René von Anjou eingeführt worden sein.
Frucht: Orangegelb mit blauroten Bäckchen, sonnenseits sind die Punkte intensiv rot umhöft, teils berostet. Fleisch ist gelb, mittelfest, ziemlich saftig, sehr süss, aromatisch.
Reifezeit: Anfang September.
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Neue Sorten 

Cacaks Schöne
Herkunft: Serbische Züchtung.
Frucht: Grosse, dunkelblaue, bereifte Frucht, präsentiert sehr gut, Tafelfrucht, eignet sich auch zum Backen (gut steinlöslich).
Reifezeit: Mitte August.


Hanita
Herkunft: Deutsche Züchtung.
Frucht: Mittelgrosse, dunkelblaue Frucht mit hellblauer Beduftung, guter Geschmack, eignet sich auch für Kuchen.
Reifezeit: Anfang Oktober.


Elena
Herkunft: Deutsche Züchtung.
Frucht: Mittelgrosse, dunkelblaue Frucht mit hellblauer Beduftung, guter Geschmack, eignet sich auch für Kuchen.
Reifezeit: Anfang Oktober.



 

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