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Vom Hoch- zum Niederstammbaum
Trotz des abnehmenden Obstbaumbestandes ist die Schweiz, bezogen auf die Bevölkerung, eines der obstreichsten Länder der Erde. Allerdings: So wie die Zeit, so haben sich auch die Anbauformen stark verändert.
Der traditionelle hochstämmige Baum braucht viele Jahre bis er ausreichend Früchte trägt. Die Qualität sowie die Menge seiner Ernte schwanken stark. Hochstammbäume spielen heute vor allem als Lieferanten von Mostobst eine wichtige Rolle. Das Mostobst wird in den Mostereien zu Apfelsaft und Apfelwein verarbeitet.
Tafelfrüchte werden heute fast ausschliesslich in Obstkulturen auf Niederstammbäumen angebaut und 90 % der Schweizer Obstproduzenten orientieren sich an den Richtlinien der integrierten Produktion. Ihre Früchte dürfen mit der Herkunftsbezeichnung Suisse Garantie ausgezeichnet werden.
Äpfel - die Nr. 1
Die drei grössten Anbaugebiete Thurgau, Wallis und Waadt produzieren zusammen mehr als zwei Drittel der gesamten Tafelfrüchte. Mit Abstand am meisten angebaut und als einheimische Frucht das ganze Jahr über erhältlich ist der Apfel. Von den rund 6500 ha Obstkulturen sind 4300 ha Äpfelanlagen, wobei Golden Delicious sich seit Jahren an der Spitze hält. Birnen werden in der Schweiz auf 947 ha angebaut, wovon rund ein Drittel Williams sind. Weiter gibt es in der Schweiz auf 410 ha Erdbeeren, 444 ha Kirschen, 471 ha Aprikosen, 278 ha Zwetschgen und 153 ha Himbeeren.
Professioneller Obstbau in der Schweiz. Artikel im "Schweizer Bauer" vom 26.04.08.


