Most aus Indien?

12.10.2018

Most aus Indien?

Die Obstplantagen schillern wieder in Orange und Rot, ein süsser Duft liegt in der Luft: es ist Erntezeit. Die Äpfel und Birnen werden zu den Mostereien gebracht, wo sie zu frischem Saft gepresst werden.

In der Schweiz ist mit Mostindien der Kanton Thurgau gemeint. Angeblich rührt die Verbindung mit Indien daher, dass der Kanton Thurgau der Form von Indien ähnelt.

Neben dem Kanton Thurgau, gehören auch St. Gallen und Luzern, seit der Neupflanzung von Hochstamm-Obstbäumen in der Mitte des 19. Jahrhunderts, zu den Hauptrohstoffgebieten der traditionellen Schweizer Mostereien.

Dass der Obstanbau sowie auch Mostherstellung und -konsum in der Schweiz nach wie vor von Bedeutung sind, zeigen die 8.4 Liter, die pro Kopf und Jahr hierzulande getrunken werden.

Aber wie wird der gesunde Fruchtsaft eigentlich genau hergestellt?
Für einen Liter Apfelsaft werden etwa 1.3 Kilogramm Äpfel gepresst. Dieser Saft ist naturtrüb und fruchtfleischhaltig, erst nach dem Zentrifugieren und Filtrieren erhält man klaren Apfelsaft. Durch Pasteurisation können beide Arten haltbar gemacht werden. Dazu werden sie kurz auf etwa 78°C erhitzt, um Mikroorganismen abzutöten und die Gärung zu verhindern. Apfelsaft kann auch weiterverarbeitet werden zu Apfelwein (wie Cider), Apfelessig oder Obstbrand.

Der natürliche Fruchtzucker von Apfelsaft liefert schnelle Energie und kann die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Gemischt mit Mineralwasser, ist das Schorle ein ideales Sportgetränk. Aber auch zum Kochen eignet sich der süsse Saft.

Rezepte dazu finden Sie auf www.swissfruit.ch/de/schweizerapfelsaft

Doch Apfelsaft kann man auch gut zu Hause herstellen

Für einen Liter braucht man etwa 2 Kilogramm Äpfel. Nach dem Waschen und putzen der Äpfel raffelt man sie am besten mit einer Bircherraffel. Die weiche Apfelmasse presst man dann durch ein Tuch. Der dabei entstehende Apfelsaft kann man mit Zitronensaft und Honig abschmecken und geniessen.

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