Obstfachfrau/Obstfachmann: Nur wer in die Zukunft investiert wird Erfolg ernten

23.08.2016

Obstfachfrau/Obstfachmann: Nur wer in die Zukunft investiert wird Erfolg ernten

Arbeiten im Rhythmus der Natur. Von der Blüte bis zur fertigen Frucht die Entwicklung hautnah miterleben. Ein Obstfachmann lebt genau diesen Traum. Er begleitet die Obstbäume während dem ganzen Jahr, kümmert sich um Sie und erntet schlussendlich die Früchte seiner Arbeit.

Eine Ausbildung mit Biss

In der Schweiz bieten zwei Landwirtschaftliche Schulen die dreijährige Ausbildung zum Obstfach-mann/-frau EFZ an. In der Westschweiz ist dies die Walliser Landwirtschaftsschule Châteauneuf und in der Deutschschweiz ist dies der Strickhof nahe Winterthur. Das praktische Handwerk wird auf zwei der rund 40 Ausbildungsbetriebe erlernt. Der Wechsel des Ausbildungsbetriebes bietet verschiedene Vorteile. Die Auszubildenden lernen so verschiedene Kulturen und verschiedene Lösungsansätze kennen. Dies wirkt sich positiv auf ihr Fachwissen aus. Dies ist mitunter ein Grund, weshalb Obstfachleute gesucht und vielseitig Einsetzbar sind.
Stolz durften dieses Jahr wieder 18 junge Berufsleute ihr Fähigkeitszeugnis zum Obstfachmann/-frau entgegennehmen.

Abwechslung im ganzen Jahr

Die Arbeit einer Obstfachfrau/-mann ist sehr vielseitig und passt sich sehr stark dem Lauf der Natur an. Im Frühjahr starten die Bäume in ein frisches Jahr und so muss dafür gesorgt werden, dass genügend Nährstoffe vorhanden sind und sie vor Hagelschlag oder Trockenheit geschützt sind. Die jungen Früchte sind sehr Krankheitsanfällig und die jungen Blätter sind sehr beliebt bei Läusen oder anderen Schadinsekten. «Nur ein gesunder Baum ist im Stande einwandfreie Früchte zu produzieren.» Deshalb ist es wichtig, dass er auch gesund bleibt. Nützlinge, welche die Schadinsekten im Zaum halten, unterstützen dabei die Produzenten. Pflanzenschutzmittel werden nur unter strengen Richtlinien nach dem Prinzip «So wenig wie möglich, so viel als nötig» eingesetzt.
Im Sommer ist es das Ziel, die Qualität der Früchte zu heben. Dafür müssen die Früchte ins richtige Licht gerückt werden und erste Sommerfrüchte wie etwa Beeren, Kirschen oder Zwetschgen werden geerntet. Um bei Äpfel und Birnen eine bestmögliche Qualität zu erreichen, werden Früchte mit niederer Qualität frühzeitig vom Baum entfernt. Somit muss er keine Energie in diese Früchte verschwenden.

Herbstzeit ist Erntezeit

Mit der Apfel- und Birnenernte beginnt ein Höhepunkt im Terminkalender jedes Obstbauern. Die Früchte der ganzen Arbeit sind bereit gepflückt zu werden. Die frisch geernteten Früchte werden entweder direkt, im eigenen Laden oder im Grosshandel, verkauft oder Sie werden gelagert, sodass sie im Verlaufe des Jahres verkauft werden können.
Nach der Ernte geht es wieder etwas ruhiger zu und her. Im Winter werden die Bäume wieder in Form gebracht und es werden Reparaturen an der Infrastruktur vorgenommen.

Wurde Ihr Interesse geweckt? Weitere Informationen sind beim Schweizer Obstverband erhältlich. Kontakt: david.stacher@swissfruit.ch


Weitere Artikel