Zukunft Pflanzenschutz begrüsst verbindliche Reduktionsziele bei Pflanzenschutzmitteln

13.02.2020

Zukunft Pflanzenschutz begrüsst verbindliche Reduktionsziele bei Pflanzenschutzmitteln

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) will die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln verbindlich regeln. Sie hat gestern einen entsprechenden Erlassentwurf in die Vernehmlassung geschickt. Mit der verbindlichen Festlegung der ambitionierten Reduktionsziele wurde ein umsetzbarer Kompromiss gefunden, der die Anliegen der Bevölkerung aufnimmt. Die IG Zukunft Pflanzenschutz wird sich bei der Umsetzung aktiv einbringen.

Die WAK-S hat gestern einen Erlassentwurf zur Umsetzung der parlamentarischen Initiative «19.475 Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden» reduzieren in die Vernehmlassung geschickt. Der Entwurf regelt die verbindliche Umsetzung der Reduktionsziele des Aktionsplans Pflanzenschutzmittel. Die Risiken durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollen bis 2027 um 50 Prozent reduziert werden.
Mit dem Vorentwurf legt die WAK-S einen griffigen Vorschlag vor: Die Festlegung der ambitionierten Ziele wird die produzierende Landwirtschaft über Jahre hinweg enorm fordern, sie im Gegensatz zu den Pflanzenschutz-Initiativen aber nicht in ihrer Existenz bedrohen. Gleichzeitig werden die Risiken von Pflanzenschutzmitteln stark reduziert – und damit ein legitimes Anliegen der Bevölkerung auf gesetzlichem Wege aufgenommen. Damit sind die extremen Initiativen hinfällig.
Die IG Zukunft Pflanzenschutz (IG) und ihre Mitgliederverbände bringen sich bereits aktiv bei der Umsetzung des Aktionsplans Pflanzenschutz ein. Wir begrüssen es, dass die Branchen mittels gezielter Massnahmen selbst für die Risikoreduktion verantwortlich sein werden. Hierfür sind wir jedoch auch auf Unterstützung des Bundes und der Behörden angewiesen. Die IG wird alles dafür tun, mit Innovation und Bildung die Risiken von Pflanzenschutzmitteln nachhaltig zu reduzieren.
Ohne Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln ist die Produktion von Schweizer Landwirtschaftsprodukten in Gefahr. Das zeigt etwa das Beispiel der marmorierten Baumwanze, die nur schon 2019 Ernteausfälle in Millionenhöhe zur Folge hatte. Um die Schäden einzudämmen, sind die Produzentinnen und Produzenten auf die Finanzierung angewandter Forschung und die Zulassung von Alternativen durch die Behörden angewiesen.

Kontakt:
Danial Naghizadeh
IG Zukunft Pflanzenschutz
Telefon: +41 44 266 68 60
E-Mail: info@zukunft-pflanzenschutz.ch


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