Delegiertenversammlung des Schweizer Obstverbands: Wirtschaftlichkeit im Fokus
Am 27. März fand in Bern die 28. Delegiertenversammlung des Schweizer Obstverbands (SOV) statt. Der SOV blickt auf ein gutes Erntejahr zurück, doch die Wirtschaftlichkeit vieler Betriebe ist eine grosse Herausforderung.
Präsident Jürg Hess eröffnete die 28. Delegiertenversammlung des Schweizer Obstverbands (SOV) in der Welle 7 in Bern mit rund 110 Teilnehmenden. In seiner Rede verwies Jürg Hess auf das gute Erntejahr, hob jedoch auch die Schattenseiten hervor: Preisdruck von allen Seiten, steigende Kosten, politische Sparprogramme und wachsende Risiken in den Anlagen der Produzierenden. Vor diesem Hintergrund sehen sich viele Betriebe mit einer zunehmend unsicheren wirtschaftlichen Perspektive konfrontiert.
Das gelte auch für die junge Generation von Obstproduzierenden, sagte der Präsident: «Sie sind bereit, Verantwortung zu übernehmen, Innovationen anzupacken und die Qualität unserer Früchte weiterzutragen. Aber sie brauchen auch ein Umfeld, das ihnen eine Zukunft ermöglicht – wirtschaftlich und gesellschaftlich.»
Weiter betonte Jürg Hess, dass sich der SOV politisch, wirtschaftlich und fachlich dafür einsetze, dass die Arbeit gesehen, die Preise fair und die Kulturen geschützt bleiben. «Wir stehen zusammen für unsere Wirtschaftlichkeit, unsere Betriebe und unsere Zukunft.»
Erntejahr 2025 mit hohen Mengen und guter Qualität
Auch Jimmy Mariéthoz, Direktor des SOV, sprach das gute Erntejahr 2025 an: «Es war ein starkes Jahr, in vielen Kulturen mit hervorragender Qualität und deutlich überdurchschnittlichen Mengen.» Allein bei den Beeren lag die Menge 10 Prozent höher als im Fünfjahresschnitt.
AP 2030+: Zentrale Weichen für den Obstbau
Als Gastreferent erläuterte Christian Hofer, Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft, die Entwicklung der AP 2030+ sowie deren Auswirkungen auf den Obstbau. Dabei wurde klar, dass sowohl die Beibehaltung des Grenzschutzes als auch die Stärkung des Schutzes der Kulturen zentrale Voraussetzungen sind, um die Wirtschaftlichkeit im Obstbau langfristig zu sichern.
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