30.08.2022Medienmitteilungen

Noch nachhaltigeres Kernobst ist pflückbereit

Der Schweizer Obstverband hat heute in Fruthwilen (TG) die Schweizer Kernobstsaison eingeläutet. Der Anlass stand im Zeichen des Branchenprogramms «Nachhaltigkeit Früchte». In Anwesenheit des Nationalrats Manuel Strupler betonte der Verband die Pionierrolle der Branche und kündigte eine gute Ernte an. 114 500 Tonnen Äpfel und 18 500 Tonnen Birnen werden heuer erwartet.

Die Schweizer Kernobstproduktion ist innerhalb des letzten Jahres noch nachhaltiger geworden. Mit «Nachhaltigkeit Früchte» hat der Schweizer Obstverband in Zusammenarbeit mit Swisscofel und Akteuren und Fachexperten aus der gesamten Wertschöpfungskette ein ambitioniertes Branchenprogramm geschaffen. Es ist eine direkte Antwort auf die gestiegenen Ansprüche der Konsumierenden und auf den bundesrätlichen Massnahmenplan «Sauberes Wasser». Der Nationalrat Manuel Strupler würdigte zum Start der Schweizer Kernobstsaison auf dem Betrieb von Ralph Gilg in Fruthwilen (TG) die Pionierrolle der Branche: «Es ist Ausdruck des grossen Willens der Branche, die gestiegenen Anforderungen von Gesellschaft, Politik und Konsumierenden wahrzunehmen und ihnen mit umsetzbaren Massnahmen zu antworten.»

Programm mit Breitenwirkung

Die nationale Branchenlösung umfasst neun Nachhaltigkeitsziele und sieht rund 90 Massnahmen in allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit vor. Dank des breiten Massnahmenkatalogs können alle Betriebe hinsichtlich ihrer individuellen Ausgangslage einen Beitrag leisten, um noch nachhaltiger zu produzieren. Die Unterstützung für das Programm ist gross: Bereits im ersten Jahr wird auf mehr als 85 Prozent der Kernobstfläche gemäss den neuen Anforderungen produziert. Die führenden Detailhändler unterstützen das Programm gleichermassen. Für den zusätzlichen Aufwand werden Produzentinnen und Produzenten mit 6 Rappen pro Kilogramm Kernobst entschädigt. Dieser Mehrerlös gilt für Äpfel und Birnen der ersten und zweiten Klasse.

Gutes und frühes Kernobstjahr

Schweizer Obstproduzentinnen und -produzenten ernten zurzeit die ersten Äpfel und Birnen, die sie gemäss den Anforderungen der neuen Branchenlösung «Nachhaltigkeit Früchte» angebaut haben. Dieses Jahr sorgen die guten Wetterbedingungen dafür, dass rund sechs Tage früher geerntet wurde als üblich. Die Ernte erreicht ihren Höhepunkt Mitte September und dauert noch bis Ende Oktober. Mit einer erwarteten Produktion von rund 114 500 Tonnen Äpfeln und 18 500 Tonnen Birnen wird eine gute Ernte erwartet.

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