Das war der Schweizer Obstkulturtag
Der Schweizer Obstkulturtag fand am 24. Februar im Rahmen der Tier&Technik in St. Gallen statt und stand ganz im Zeichen der Mehrwertstrategie im Obstbau.
Josef Österreicher und Jürgen Christanell des Südtiroler Beratungsring stellten ein aufkommendes Anbausystem mit Mehrachsbäumen vor. Das System bringt den Vorteil, dass sich durch die «Fruchtwand» viele Möglichkeiten zur Automatisierung bieten. Das grösste Potential: Die Laubmasse verteilt sich auf eine gleichmässige Wand, wodurch bis zu 20 Prozent Pflanzenschutzmittel eingespart werden kann. Allerdings fehlen noch Erkenntnisse zum langfristigen Einsatz dieses Systems.
Anita Schönenberg von Agroscope stellte das digitale Wetterstationsnetz Agrometeo vor. Seit 20 Jahren liefern die rund 200 Wetterstationen in den wichtigsten Anbauregionen der Schweiz zuverlässige Daten über Blattnässe, Sporenausstoss und Schädlingsdruck. Sie dienen als Entscheidungshilfe für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und können so zu einem nachhaltigen Einsatz beitragen. Julien Taramarcaz stellte seinen Familienbetrieb im Wallis vor und berichtete von seinen Herausforderungen und betonte, wie wichtig eine gute Beziehung zum Handel sei.
Die abschliessende Podiumsdiskussion geführt von Richard Hollenstein mit Christian Bertholet (Fenaco), Hans Dreyer (BLW), Erwin Büsser (Migros), Jürg Hess (Obstproduzent) und Edi Holliger (SOV) zur Branchenlösung Nachhaltigkeit Früchte Kernobst zeigte einerseits den bisherigen Erfolg, aber auch die Schwierigkeiten in den nächsten Jahren auf.
Impressionen
Das war der Schweizer Obstkulturtag 2023:
Weitere News
Trockenheit und Unwetter belasten den Schweizer Obstbau
Anhaltende Hitze, Trockenheit, knappe Wasserressourcen und schwere Hagelschäden setzen die Schweizer Obstproduzentinnen und Obstproduzenten unter Druck.
Rückblick FuturLab 2026: Junge Produzierende diskutieren die Marktanforderungen der Zukunft
Ende August fand in Felben-Wellhausen TG das FuturLab 2026 zum Thema «Obstbau, Markt und Zukunft» statt. Rund 20 Teilnehmende aus der Branche trafen sich auf dem Betrieb von Beat Lehner und erlebten einen abwechslungsreichen Nachmittag. Als Gastreferent hielt Erwin Büsser, Category Manager Früchte bei der Migros, ein spannendes Inputreferat zu den Marktanforderungen der Zukunft.
Kernobsternte ist gestartet
Der Schweizer Obstverband (SOV) erwartet dieses Jahr rund 96'000 Tonnen Äpfel und 16'000 Tonnen Birnen.