Mehr Strauchbeeren als im Vorjahr erwartet
Jetzt gibt es wieder Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren aus Schweizer Produktion. Der Schweizer Obstverband erwartet dieses Jahr eine leicht höhere Strauchbeerenernte als 2025.
Der Schweizer Obstverband (SOV) rechnet mit einer erfreulichen Schweizer Strauchbeerenernte: 2411 Tonnen Himbeeren, 923 Tonnen Heidelbeeren, 506 Tonnen Brombeeren und 303 Tonnen Johannisbeeren werden dieses Jahr erwartet. Bis auf die Brombeeren liegt dieses Jahr die Ernteschätzung überall höher als im Vorjahr. Dies ist unter anderem auf die wachsenden Flächen zurückzuführen, denn die Beerenanbaufläche nimmt bei allen Beeren im Vergleich zum Vorjahr zu: Bei Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren um 3 %, bei Johannisbeeren um 10 %.
Die Ernte der Strauchbeeren ist bereits in vollem Gange. In der aktuellen Woche startete die Haupterntezeit für Himbeeren und Johannisbeeren. Dann werden wöchentlich über 170 Tonnen Himbeeren sowie rund 50 Tonnen Johannisbeeren erwartet. Bei den Heidelbeeren beginnt die Haupterntezeit nächste Woche mit über 100 Tonnen pro Woche, bei den Brombeeren Mitte Juli, mit einem wöchentlichen Ertrag von gut 50 Tonnen.
Wirksamer Schutz nötig
Strauchbeeren sind empfindlich. Sie mögen weder grosse Hitze noch Starkregen oder Hagel. Die extremen Wetterbedingungen der letzten Tage stellten die Beerenproduzentinnen und Beerenproduzenten daher vor Herausforderungen. Um eine stabile Versorgung mit hochwertigen Früchten sicherzustellen, werden viele Beeren in der Schweiz heute geschützt in Folientunnels oder Gewächshäusern angebaut. Diese Anbaumethoden ermöglichen eine bessere Planbarkeit der Ernte, eine höhere Qualität der Früchte und reduzieren gleichzeitig den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, da die Pflanzen unter geschützten Bedingungen weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind.
Wer Schweizer Beeren kauft, unterstützt nicht nur regionale Produzentinnen und Produzenten, sondern schont auch die Umwelt. Denn hiesige Beeren gelangen erntefrisch und ohne lange Transportwege und Lagerzeiten zu den Konsumierenden. So bleibt das intensive Aroma erhalten und der Genuss ist besonders hoch.
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