Politisches Engagement

Der Schweizer Obstverband steht für eine unternehmerische, nachhaltige und innovative Obstproduktion und -verarbeitung. Er verfolgt die Entwicklung der politischen Geschäfte wachsam und vertritt die Anliegen der Schweizer Obstproduktion und Obstverarbeitung im Rahmen der Vernehmlassungsprozesse des Bundes mit Stellungnahmen und weiteren Aktivitäten im Bereich Public Affairs.

Politische Anliegen

Der SOV setzt sich für folgende Anliegen ein:

Agrarpolitik

Der SOV setzt sich für ein attraktives politisches und rechtliches Umfeld mit möglichst wenig staatlicher Regulierung und mehr unternehmerischer Freiheit ein. Der Bund soll Zielvorgaben definieren, während die Branche die Massnahmen ausarbeitet und umsetzt. Im Zentrum steht der ressourceneffiziente Versorgungsauftrag, wobei der Grenzschutz ein bewährtes Kernelement bleibt. Die Nachhaltigkeit ist in allen Dimensionen mit einheitlichen Indikatoren zu fördern. Ein wirksamer und praxisnaher Schutz der Kulturen ist für die Wirtschaftlichkeit des Schweizer Obstbaus heute und in Zukunft unabdingbar.

Schutz der Kulturen

Der Obst- und Beerenanbau ist ohne modernen Schutz der Kulturen in der Schweiz nicht möglich, und dies unabhängig von der Produktionsart (Integrierte Produktion, Bio). Ein angemessener Schutz der Kulturen garantiert die Produktion von ausreichend Früchten in hoher Qualität zur Versorgung der Schweizer Bevölkerung.

Nachhaltigkeit

Der SOV setzt sich für die Berücksichtigung aller drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie und Soziales), für eine Halbierung der Risiken von Pflanzenschutzmitteln bis 2027 sowie eine klimaneutrale Obstproduktion bis 2040 ein. Das bedingt eine Harmonisierung der Zulassung von Wirkstoffen und eine Vereinfachung des Zulassungsverfahrens für Pflanzenschutzmittel, die in einem EU-Nachbarland, den Niederlanden oder Belgien zugelassen sind sowie ein gutes Resistenzmanagement.

Ernährungspolitik

Die Ernährungsinitiative verkauft altbekannte Forderungen im neuen Gewand. Die Marktbegleitung vom Schweizer Obstverband zeigt, dass der Selbstversorgungsgrad bei den Sommerfrüchten nicht erhöht werden kann und damit auch die Saison nicht beliebig verlängert werden kann. Damit die inländische Produktion aber weiterhin gewährleistet werden kann, muss dem Schutz der Kulturen dieselbe Wichtigkeit wie dem Gewässerschutz beigemessen werden.

Mehr Argumente gegen die Ernährungsinitiative:

https://www.ernaehrungsinitiative-nein.ch

Markt

Schweizer Obstproduzentinnen und Obstproduzenten erzielen rund 95 Prozent ihres Einkommens am Markt. Sie sind darauf angewiesen, dass die Vermarktung von Schweizer Produkten gut koordiniert wird und die Produzentenpreise fair sind. Aufgrund der höheren Produktionskosten (Löhne, Energie, Boden, Anbau) von Schweizer Früchten ist die Branche auf einen starken Grenzschutz angewiesen, der auf Bestimmungen der WTO basiert. Nur so kann der Selbstversorgungsanteil gewährleistet werden.

Raumplanung

Eine zeitgemässe Raumplanungsgesetzgebung ist für die Sicherung und Weiterentwicklung einer modernen Obst- und Beerenproduktion in der Schweiz unabdingbar. Diese muss die Grundlagen für die landwirtschaftliche Produktion und die Weiterentwicklung der Landwirtschaft sicherstellen. Die Landwirtschaft muss in Landwirtschaftszonen gegenüber nichtlandwirtschaftlichen Nutzungen einen Vorrang haben.

Bildung, Forschung & Entwicklung

Die Schweizer Obstbranche hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant weiterentwickelt und die Produktion und Verarbeitung von Früchten professionalisiert. Mit steigenden Ansprüchen an die Qualität, der Zunahme von Wetterextremen, Schädlingen und Krankheiten und einer Einschränkung der Auswahl an Pflanzenschutzmitteln ist die Branche auf eine praxisnahe Forschung und Entwicklung angewiesen. Der SOV ist technologieneutral und agiert als Drehscheibe, um den Wissenstransfer zwischen Forschung und Entwicklung sowie Produktion und Verarbeitung zu gewährleisten.

Sozialpolitik

Der Marktdruck ist im Obstbau bereits sehr hoch und nimmt weiter zu; dies mit potenziell negativen Auswirkungen auf die Beschäftigten im Sektor. Um die Attraktivität der Branche zu steigern, genügend Nachwuchs sicherzustellen und damit die Bevölkerung weiterhin mit ausreichend Schweizer Obst in hoher Qualität zu versorgen, setzt sich der SOV für eine rigorose Umsetzung der Normalarbeitsverträge ein.

Aktuelles

16.01.2026Politik, Verband

Rückblick auf die Wintersession 2025

01.10.2025Politik, Verband

Rückblick auf die Herbstsession 2025